Auf dem Bild kann man sehr schön
eine schematische Zeichnung einer Synapse (von griechisch sun
zusammen und aptein haften)
sehen. Eine Synapse ist nichts weiter als eine Verbindungsstelle
zwischen zwei Nervenenden.
Man
erkennt zwischen der Synapse und der postsynaptischen Nervenzelle einen
kleinen Zwischenraum, er trennt die zwei verschiedenen Nervenzellen
voneinander. Synapsen sollen Informationen, die in elektrischer Form
vorliegen, übertragen. Doch das können Synapsen nicht. Sie müssen die
elektrischen Informationen erst in chemische Signale übersetzen. Die so
übersetzten Signale, die nun bereit zum Informationstransport sind,
nennt man Neurotransmitter,
oder auch Botenstoffe. Diese Botenstoffe werden am Ende der Senderzelle
in kleine Päckchen, auch Vesikel genannt, gepackt. Erreichen diese Päckchen
nun das Ende der Synapse, entfernt sich die Membran der Päckchen und
die Neurotransmitter können ihren Inhalt in den kleinen Spalt
entlassen. Nachdem nun die Stoffe sich in dem kleinen Spalt befinden,
treffen sie an der Membran der postsynaptischen Nervenzelle an. Doch das
Andocken passiert nur nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. So das nur
bestimmte Empfängerstellen auch nur bestimmte Botenstoffe empfangen können.
Wenn an einen solchen Rezeptor, wie z.B. den nikotinischen
Actylcholinrezeptor (nAchR) der richtige Botenstoff angedockt hat,
dann öffnen sich ganz spezielle Ionenkanäle
und es fließen z.B. Natrium, Kalium und Calcium aus diesen Kanälen
heraus. Dadurch verändern sich für einen kurzen Zeitraum, ca. eine
tausendstel Sekunde, die
elektrischen Eigenschaften der Nervenzelle.
Ein
Beispiel:Ein
elektrisches Signal setzt in der Synapse Glutamat frei. Das Glutamat
bindet an die Empfängerstelle und öffnet dort AMPA/ Kainat (A/K)-Kanäle.
Diese Kanäle lassen dann Natrium, Kalium und Calcium. Diese Stoffe
setzten dann ebenfalls in ihrer Nervenzelle ein elektrisches Signal
(Aktionspotential) frei, dass nun durch die Nervenzelle wandert.
Es
existieren eine Reihe von Synapsengiften,
die zwar einerseits den sicheren Tod bringen, aber anderseits für die
Neurobiologen als wichtige Werkzeuge zur Aufklärung von Struktur und
Funktion der Synapsenbestandteile dienen ("Neurotoxins als tools in
neurochemistry").